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Verwaltungsgemeinschaft Ries : Druckversion

Geopark Ries

GEOPARK RIES – Europas Riesiger Meteoritenkrater

Logo des Geoparks
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Vor 14,5 Millionen Jahren stürzte ein fast ein Kilometer großer Steinmeteorit mit einer Geschwindigkeit von ca. 70.000 Stundenkilometern nahe der heutigen Stadt Nördlingen auf die Albhochfläche und drang bis in eine Tiefe von fast 1.000 Metern in die Erdkruste ein. In der Gluthitze des Aufpralls verdampften der Meteorit und das von ihm direkt getroffene Gestein. Naheliegendes schmolz, Entferntes wurde zertrümmert und nach außen geworfen. Die ungeheure Wucht des Einschlags bewegte über 150 Kubikkilometer Gestein. Aus den Trümmer- und Schmelzprodukten entstanden neue Gesteinstypen, von denen der „Suevit“ der Bekannteste ist. Bis heute ist das Ries als fast kreisrunder Kessel mit rund 25 Kilometern Durchmesser deutlich zu erkennen, so dass das Ries Europas besterhaltener Einschlagskrater ist. 

Der „Geopark Ries“ hat zusätzlich zur Geologie, die in vielen Geotopen erkundet werden kann, noch viele weitere interessante, schöne und spannende Aspekte zu bieten. Aufgrund der fruchtbaren Böden, die auf den Ablagerungen des nach dem Einschlag entstandenen „Ries-Sees“ entstanden sind, ist das Ries seit der Steinzeit durchgehend besiedelt. Davon zeugen viele besiedlungs- und kulturgeschichtliche Stätten, sowohl der Vor- und Frühgeschichte, als auch aus historischer Zeit. Erlebt werden kann das Ries besonders gut zu Fuß auf einem der drei Themenwanderwege des Geoparks und mit dem Fahrrad auf einem der unzähligen Radwege. Beispielsweise verbindet der Radrundweg „Von Krater zu Krater“ das Ries mit seinem „kleinen Bruder“, dem Steinheimer Becken.

Von einem erlebnisreichen Tag im Geopark Ries erholt man sich am Besten bei einem leckeren Essen. Auch dafür ist gesorgt, nämlich mit der Initiative „Geopark Ries kulinarisch“, bei der Erzeuger und Gastwirte der Region sich auf die Wurzeln der Rieser Küche und regionale und saisonale Zutaten stützen. Seit Mai 2006 ist der Rieskrater sowie die angrenzenden Gebiete mit erhaltenen Auswurfmassen Nationaler Geopark und nennt sich: Geopark Ries.

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