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Grenzüberschreitende Abfallverbringung; Beantragung der Notifizierung
Beschreibung

Die grenzüberschreitende Ein- bzw. Ausfuhr von Abfällen ist  grundsätzlich erlaubt. Dafür müssen Sie zuvor ein Bewilligungsverfahren (Notifizierungsverfahren) durchgeführt haben. Dieses Verfahren ist für alle Abfälle der "gelben Abfallliste" bzw. für nicht gelistete Abfälle verpflichtend.

Die Verbringung der sogenannten "grün gelisteten" Abfälle unterliegt grundsätzlich den allgemeinen Informationspflichten.

Beim Notifizierungsverfahren müssen Abfälle vor Beginn der Abfallverbringungen und für jeden Abfalltransport vorkontrolliert werden. Der Exporteur hat die geplante Verbringung von Abfällen mittels Notifizierungsformular und Begleitformular sowie weiterer erforderlicher Unterlagen bei der in seinem Heimatland zuständigen Behörde zu beantragen.

Grenzüberschreitende Abfallverbringungen sind nur dann zulässig, wenn vorher die zuständigen Behörden am Versandort (Exportstaat) und am Bestimmungsort (Importstaat) schriftlich zugestimmt haben. Für die Durchfuhr zuständige Behörden (Transitstaaten) müssen zumindest stillschweigend zugestimmt haben. Die Zustimmungen aller Behörden müssen gesammelt vorliegen.

Über den Im- und Export von notifizierungspflichtigen Abfällen in Bayern entscheiden die Regierungen. Im Fall der Ausfuhr ist die Regierung zuständig, in deren Bereich die Beförderung des Abfalls beginnt. Bei der Einfuhr ist entscheidend, wo der Abfall erstmalig behandelt, gelagert oder abgelagert werden soll. Zuständige Genehmigungsbehörde für die bloße Durchfuhr ist das Umweltbundesamt.

Die schriftliche Zustimmung gilt im Regelfall ein Jahr, es sei denn, im Notifizierungsformular ist ein späteres Datum angegeben.

Sollten von den zuständigen Behörden Zustimmungen zu unterschiedlichen Zeiträumen erteilt worden sein, ist eine Verbringung nur in dem Zeitraum zulässig, auf den sich die Zustimmungen aller Behörden beziehen.

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