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Erstaufforstung; Beantragung einer Erlaubnis
Beschreibung

Die Aufforstung eines bisher nicht forstlich genutzten Grundstücks mit Waldbäumen durch Saat oder Pflanzung ist nach Art. 16 Abs. 1 des Bayerischen Waldgesetzes (BayWald) erlaubnispflichtig. Gleiches gilt für die Anlage von Schmuckreisig- und Christbaumkulturen außerhalb von Wald sowie die Anlage von Kurzumtriebsplantagen. Die Erlaubnis wird durch die untere Forstbehörde (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) im Einvernehmen mit der Kreisverwaltungsbehörde erteilt (Art. 39 Abs. 2 Satz 1 BayWaldG).

Anträge sind von der Eigentümerin bzw. dem Eigentümer der Aufforstungsfläche bei der unteren Forstbehörde (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) schriftlich einzureichen (Art. 42 BayWaldG). Bei der Antragsstellung gibt es Unterschiede zwischen landwirtschaftlichen Betrieben (greeningpflichtige und nicht greeningpflichtige Betriebe) und anderen Grundbesitzern. Bei Fragen zur Antragstellung stehen die Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung gerne zur Verfügung (Försterfinder).

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entscheidet im Einvernehmen mit der Kreisverwaltungsbehörde über den Antrag. Die Erstaufforstungserlaubnis kann versagt oder durch Auflagen eingeschränkt werden, wenn zum Beispiel Landschaftspläne der Gemeinden entgegen stehen, wesentliche Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege gefährdet werden oder erhebliche Nachteile für umliegende Grundstücke zu erwarten sind. Auflagen können beispielsweise das Freihalten bestimmter Teilflächen, den Ausschluss nicht heimischer Baumarten oder angepasste Grenzabstände beinhalten.
Je nach Größe der Erstaufforstung kann es notwendig sein, die Umweltverträglichkeit zu prüfen.

Unerlaubte Erstaufforstungen gelten als Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße belegt werden kann.

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