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Erstaufforstung; Beantragung einer Erlaubnis
Beschreibung

Jede Aufforstung bisher nicht forstlich genutzter Grundstücke mit Waldbäumen bedarf der Erlaubnis der unteren Forstbehörde, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Art. 16 Abs. 1, Art. 27 BayWaldG). Auch die Anlage von Schmuckreisig- und Christbaumkulturen außerhalb von Wald sowie die Anlage von Kurzumtriebsplantagen sind erlaubnispflichtig.

Anträge sind vom Eigentümer der Aufforstungsfläche bei der unteren Forstbehörde schriftlich einzureichen (Art. 42 BayWaldG). Hierzu wurde ein Antragsformular veröffentlicht. Bei der Betroffenheit von Dauergrünland ist ggf. zusätzlich eine Genehmigung zum Umbruch von Dauergrünland zu beantragen (§ 10 BayGAPV). Angrenzende Grundstücksnachbarn werden als Verfahrensbeteiligte über die beabsichtigte Erstaufforstung von der unteren Forstbehörde informiert. Ihre Einwände werden bei der Entscheidung zur Erteilung der Erlaubnis mit den Belangen des Antragstellers abgewogen, sofern erhebliche Nachteile für die umliegenden Grundstücke zu erwarten sind. Regelmäßig werden auch die betroffene Gemeinde sowie ggf. weitere Fachbehörden bei Erstaufforstungsverfahren beteiligt.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entscheidet im Einvernehmen mit der Kreisverwaltungsbehörde über den Antrag (Art. 39 Abs. 2 BayWaldG). Die Erstaufforstungserlaubnis kann versagt oder durch Auflagen eingeschränkt werden, wenn z. B. Landschaftspläne der Gemeinden entgegen stehen, wesentliche Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege gefährdet werden oder erhebliche Nachteile für umliegende Grundstücke zu erwarten sind. Auflagen können beispielsweise das Freihalten bestimmter Teilflächen, den Ausschluss nicht heimischer Baumarten, eine angepasste Waldrandgestaltung und angepasste Grenzabstände beinhalten. Je nach Größe der Erstaufforstung kann eine Umweltverträglichkeitsprüfung bzw. eine allgemeine oder standortbezogene Vorprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz erforderlich sein.

Unerlaubte Erstaufforstungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu zehntausend Euro Geldbuße belegt werden kann. Sind Grundstücke ohne Erlaubnis oder einer Auflage zuwider aufgeforstet worden, kann die Beseitigung der Aufforstung angeordnet werden, wenn und soweit die Erlaubnis hätte versagt werden dürfen (Art. 46 Abs. 2 Nr. 2 BayWaldG).

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